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HYVÄ SUOMI!

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Bloß nicht!

Was man in Finnland besser unterlässt, wenn man die Toleranz der Gastgeber genießen und zurückgeben will

Müll achtlos wegwerfen

Die Finnen achten (zunehmend) auf ihre Natur. Und sie schützen sie vor Vermüllung und Verschmutzung. Es gibt zentrale Sammelstellen für Abfälle und Sondermüll. Wenn Sie zelten, wandern, in der Natur unterwegs sind, nehmen Sie Dosen, Kippen und anderes bitte mit zum nächsten Sammelpunkt. Apropos Kippen: Raucher sollten in Finnland genau darauf achten, wo der blaue Dunst erlaubt ist. Viele öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten, sogar Restaurants sind zumindest zum Teil rauchfreie Zonen.

Schmuggeln

Schmuggeln wird in Finnland nicht als Kavaliersdelikt angesehen und mit hohen Strafen geahndet. In schweren Fällen lässt man Sie gleich gar nicht erst ins Land. Nehmen Sie also nicht mehr Alkohol mit, als erlaubt ist. Außerdem wird der finnische Alkohol preislich langsam akzeptabler.

Verkehrssünder werden

Halten Sie sich an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auf einer Schotterpiste fährt es sich anders als auf der Autobahn, und auch die mögliche Begegnung mit Elch und Rentier lässt einen achtsamem Fahrstil angeraten sein. Außerdem werden Verkehrsübertretungen unnachgiebig und mit sehr hohen Sätzen geahndet. Auf den langen, einsamen Strecken ist mehr Polizei unterwegs, als man glaubt.

Mit Schuhen in die Wohnung

Finnen halten ihre Wohnungen blitzsauber, was bei den hellen Holzböden auch wichtig ist. Jedermann geht zu Hause auf Socken. In der Stadt hat sich die Sitte zwar etwas verflacht, aber Sie machen auf jeden Fall einen guten Eindruck, wenn Sie beim Betreten einer Privatwohnung die Schuhe ausziehen.

Drängeln

Drängelei kann der Normalfinne nicht leiden, es widerspricht seinem Gerechtigkeitssinn. Fast überall, wo es zu Wartesituationen kommt, kann man Nummern ziehen, die genau angeben, wer wann dran ist.

Privatsphäre stören

Man schaut nicht in Fenster, auch nicht in Höfe oder Gärten. Sollten Sie bei einem Spaziergang oder einer Wanderung zufällig auf eine Hütte stoßen, halten Sie angemessenen Abstand, denn auf Privatgrund haben Fremde nichts zu suchen. Trifft man dort Personen, entschuldigt man sich mit einem höflichen anteeksi!

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Mehr als Elch und Nokia

Suomi überrascht mit dem spannenden Nebeneinander von Natur und Kunst, Fortschritt und Tradition

Design

Schlichte Eleganz, die praktikabel ist oder: Warum soll ein nützlicher Gegenstand nicht auch schön sein? Es gilt, gerade die Dinge des täglichen Bedarfs zu adeln. Finnisches Design kommt mit hohem Anspruch, aber mit erstaunlicher Leichtigkeit daher, ehrlich und ungekünstelt. Die klare, organische Formgebung beansprucht zeitlose Gültigkeit, ohne dabei die funktionelle Bestimmung zu verlieren. Finnische Designer wie Kaj Franck oder Kirsti Doukas nehmen sich die Freiheit, Natur- und Kunstmaterialien in Harmonie, gleichwohl mit Spannung zu kombinieren. Dabei darf es auch bunt zugehen. Die Resultate können Finnlandbesucher nach Hause tragen: Glas, Geschirr, Textilien, Holzkunst, Schmuck und vieles mehr sind wunderbare Souvenirs, die weit über die Grenzen Finnlands bekannt sind. Etwa die Aalto-Vase von 1936 - ein zeitloser Klassiker. Oder die weiße Geschirrserie »Suomi« von Timo Sarpaneva bei Rosenthal. Und auch Lapponia-Schmuck ist ein Begriff.

Elch

Finnlandurlauber bemerken ihn schon auf der Fähre - als Aufkleber auf zahlreichen Autohinterteilen. Das imposante Tier mit einer Schulterhöhe von knapp 2 m hat offensichtlich einen festen Platz im Herzen der Nordlandbesucher und lebt in Plüsch auf so manchem heimischen Regal. Auf Finnlands Straßen sind überall die rotgelben Warnschilder »Vorsicht Elch!« zu sehen. Man sollte sie als Autofahrer ernst nehmen. Besonders in der Früh und während der Dämmerung zeigen sich die mächtigen, bis zu 600 kg schweren Tiere, wenn sie ihren Standort wechseln. Das ist schon ein beeindruckendes Erlebnis und lässt Besucher regelrecht verstummen. In den Weiten des Landes vermehren sich die Elche ganz prächtig, sodass zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts jedes Jahr eine beträchtliche, aber genau festgelegte Anzahl zum Abschuss frei gegeben wird. Gut 50 000 Exemplaren geht es dann ans Leder.

Frauen

Frauen haben im öffentlichen Leben Finnlands oftmals die Hosen an. Sie sind im europäischen Vergleich sehr gut ausgebildet und wie ihre skandinavischen Schwestern selbstbewusst und durchsetzungsfähig. Es gibt kein Amt, das ihnen nicht grundsätzlich offen stünde. Vielleicht liegt es ja an der langen Tradition politischer Teilhabe. 1906 erhielten sie als erste Frauen in Europa das aktive und passive Wahlrecht. Der Frauenanteil im Parlament und in den Parteien liegt weit höher als etwa in Deutschland. Die Staatspräsidentin ist eine Frau. Die Oberbürgermeisterin der Hauptstadt ist eine Frau. Frauen bekleideten den Posten der Premierministerin und der Ministerin für Verteidigung. Männerdomänen ade, auch ohne Quote. Diskriminierung im gesellschaftlichen Alltag ist absolut verpönt. Nur Toppositionen in der Wirtschaft sind noch rar. Vor allem aber im privaten Bereich tun sich die Ehemänner und Väter schwer mit ihrer eigenen Emanzipation.

High-Tech-Kommunikation

Brecht sagte einst, Finnland sei das Land, in dem in zwei Sprachen geschwiegen würde, auf Schwedisch und Finnisch. Wenn zu Brechts Exilzeit (1940/41) dort nach »den Nokias« gesucht wurde, dann wollte der Besitzer seine Gummistiefel anziehen. Vom Galoschenhersteller zum Weltmarktführer in Sachen mobiler Kommunikation, das ist wahrlich eine finnische Erfolgsstory, untrennbar verbunden mit dem jetzigen Konzernchef Jorma Ollilla, der konsequent die internationale Ausrichtung vorangetrieben hat. Fast jeder dritte Telefonmobilist weltweit presst ein Nokia ans Ohr. Um die Marktposition zu halten, ist laufend in hohem Maße in Forschung und Entwicklung zu investieren, mit Innovationen aufzuwarten. Das sorgt für positive Rückkoppelungen auch in anderen Bereichen, in Zukunftsindustrien wie Biotechnologie und Medizinforschung.

Was Zahl und Nutzung von kommerziellen wie privaten Internetanschlüssen betrifft, liegt Finnland international mit ganz vorne. Auch hier also Kommunikation statt Schweigen im Walde. Und dann gibt es da ja noch etwas, einem finnischen Geist Entsprungenes, das Bill Gates neben dem sauren Apple wohl am meisten aufstößt: Linux, das kostenlos im Netz erhältliche allseits gelobte und flexible Computerbetriebssystem.

HIM & Co

Die legendären Leningrad Cowboys schlugen einst die Bresche. Jetzt tummeln sich immer mehr und immer häufiger finnische Bands auf deutschen Bühnen und in teutonischen Pop- und Rockcharts. Ob die morbid-schmachtenden HIM, Bomfunk MC fürs Freestyler-Herz, frische Rockrhythmen von Rasmus, Nightwish (mit Opernsängerin) für die melodische Metallfraktion, sie behaupten sich gegen die Übermacht angloamerikanischen Mainstreams. Auffallend: Die Künstler haben oft eine hervorragende musikalische Ausbildung. Musik aus Suomi ist angesagt. Sogar die finnisch singende Humppa-Punkgruppe Eläkeläiset hat hier eine erstaunlich große Anhängerschaft. Und da liegen noch viel mehr gute Acts in Lauerstellung am Ostseestrand.

Kalevala

»Kalevala« heißt das Nationalepos der Finnen. Elias Lönnrot (1802 bis 1884) sammelte auf vielen Fußmärschen durch die unzugänglichen Gegenden Kareliens bei den alten Runosängern Tausende von Verszeilen. Über Generationen haben die Sänger alte Begebenheiten und Volkssagen weitergegeben. Alles war aber nur mündlich überliefert, bis Lönnrot es aufschrieb und daraus ein einheitliches Werk formte - eine ganz besondere Art von Kulturgeschichte. Das »Kalevala« ist bis heute lebendig. Es stellt die Wurzel des finnischen Geschichtsbewusstseins dar und ist das erste Stück Literatur in finnischer Sprache.

Pisa

Das Kürzel steht nicht nur für eine Bildungsschieflage in Deutschland, sondern auch für beispielhafte Lehr- und Lernleistungen in Finnland. Besonders mit seinen Lese- und Sprachfähigkeiten weiß der Nachwuchs zu glänzen. Bildung und Erziehung werden in Finnland als komplexe Aufgabe verstanden. Das beginnt mit der familienfreundlichen Bereitstellung von Krippen- und Hortplätzen, umfasst vorschulische Förderung und zieht sich durch die gesamte Schullaufbahn. Der Schultag dauert länger, es gibt Mittagessen, man kann Schularbeiten erledigen und AGs besuchen. Neben Lern- und Wissensfächern haben sportliche Aktivitäten ebenso wie musischer und künstlerischer Ausdruck einen hohen Stellenwert. Besondere Förderung erhalten sowohl Hochbegabte wie auch Kinder mit Lern- oder sozialen Defiziten. Dabei ist Integration, nicht Separation das Leitmotiv sowie die Förderung von Eigenmotivation und Selbstverantwortung.

Politik

In der eduskunta, dem Reichstag der Republik Finnland, sitzen 200 Abgeordnete. Die Parlamentarier wurden 2003 für eine Legislaturperiode von vier Jahren neu gewählt. Wahlsieger wurde die Zentrumspartei (55 Sitze), die die Sozialdemokraten (53 Sitze) überflügelte. Eine große Koalition aus Zentrum, Sozialdemokraten und Schwedischer Volkspartei (9 Sitze) stellt nun die Regierung. Sie löste die so genannte Regenbogenkoalition aus zuletzt fünf Parteien ab, die seit 1995 die Regierung gestellt hatte. Ministerpräsident ist der Zentrumspolitiker Matti Vanhanen. Stärkste Oppositionskraft ist die konservative Sammlungspartei (40 Sitze). Erste Frau im Staat ist seit 1999 Staatspräsidentin Tarja Halonen (Sozialdemokratin). Anders als in Deutschland wird das Staatsoberhaupt in direkter Wahl vom Volk bestimmt.

Sámi

Woher genau und wann sie ursprünglich aus den Weiten Russlands kamen, ist unklar. Aber die sámi (»Lappen« gelten als Urbevölkerung auf finnischem Territorium. Ihr Lebensraum lag zunächst auch im Süden des Landes, doch im Laufe der Jahrhunderte - Finnland erlebte mehrere Einwanderungswellen - wurden sie in ihrem Lebensraum immer mehr in den Norden abgedrängt. Heute bezeichnen sich rund 6000 Menschen als sámi und leben sesshaft oder als Halbnomaden in Lappland.

Wie in den skandinavischen Nachbarländern Schweden und Norwegen und auf der russischen Kola-Halbinsel galten die sámi lange als Menschen zweiter Klasse, ihre Sprache und Kultur wurden aktiv unterdrückt oder gering geschätzt. Doch die Zeiten ändern sich. Sámi streiten wie andere indigene Völker für ihre politischen und wirtschaftlichen Rechte. Ihre Kultur wollen sie nicht nur museal bewahren, sondern neu beleben. Dafür stehen Namen wie der vor wenigen Jahren verstorbene Komponist, Sänger und Dichter Nils Aslak Valkeapää. Auch ihre bunte Nationaltracht tragen die jungen sámi wieder mit Stolz.

Sauna

Ist ein Leben ohne Sauna für die Finnen denkbar? Man mag es bezweifeln bei weit über einer Million dieser heißen Kisten in Suomi. Früher war die Sauna der hygienischste Platz, Ort für Geburten und Aufbahrungsstätte für die Toten. Wahrlich also ein zentraler Ort im Lebenslauf. Heute scheint selbst in der kleinsten städtischen Singlewohnung noch Platz dafür zu sein. Und dann erst eine Saunahütte am See... Was kann es Schöneres geben, als bei 80-90 Grad zu schwitzen, zur Reinigung von Körper, Geist und Seele, zur Stärkung der Abwehrkräfte, schlicht zur Steigerung des Wohlbefindens. Und Regeln? Da gibt es nur eine: Mach nur das, wobei du dich wohl fühlst! Wenn es dir zu heiß wird, setz dich eine Bank tiefer. Wenn du nicht mehr magst, geh' raus. Wenn du genug hast, bist du halt fertig. Übrigens: Außer im engen Familien- und Freundeskreis wird meist getrennt nach Geschlecht sauniert. Wenn Sie in Finnland privat in die Sauna eingeladen werden, seien Sie stolz - es ist ein Zeichen besonderer Gastfreundschaft.

Sommerhaus

Mökki ist ein Zauberwort, das Bilder von Erholung, Natur und Ferien im Kopf aufkommen lässt. Es entsteht eine bunte Welt, in der garantiert ein Holzhäuschen, ein See, Sommer und Sonne eine zentrale Rolle spielen (...nebst Bootssteg, Angel, Grill und Sauna). Wenn der Sommer naht, wollen alle in die Natur, aufs Land. Und fast jeder hat Zugriff auf ein Sommerhäuschen, sei es auf das eigene oder einen alten Familienbesitz - oder man mietet eine Hütte. Mökki, das ist der finnischen Familie liebster Ort, um einen unbeschwerten Sommer zu genießen. Was ist schöner als grillen überm Feuer, im Wald etwas Holz schlagen, angeln, Boot fahren auf dem See, abends auf der Veranda mit Freunden olut (Bier) trinken. Probieren Sie es auch einmal: Nach ein paar Tagen im Sommerhäuschen fällt aller Stress von Ihnen ab. Sie werden sich prächtig erholen.




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